Wer einen eigenen Podcast betreibt, merkt schnell: Die Aufnahme ist oft der kleinste Teil der Arbeit. Danach folgt die zeitintensive Podcast-Postproduktion, die ohne die richtigen Werkzeuge mühselig bleibt und im schlimmsten Fall Stunden verschlingt Von der Lautstärkeanpassung über das Entfernen von Rauschen bis hin zum Ausfüllen von ID3-Tags – die manuelle Podcast Bearbeitung hält viele Podcaster von dem ab, was sie eigentlich tun wollen: plaudern, Geschichten erzählen und einfach guten Content erstellen.
Genau hier setzt die Podcast-Automatisierung an, mit der sich lästige Routineaufgaben fast vollständig eliminieren lassen. In diesem Beitrag erläutern wir, welche Schritte ihr bereits heute auf podcaster.de automatisieren könnt.
Die perfekte Brücke: Auphonic mit podcaster.de verbinden
Die perfekte Lösung für dieses Problem ist die Auphonic-Integration direkt bei podcaster.de. Auphonic gilt in der Audio-Welt als das Schweizer Taschenmesser für hervorragenden Klang. Indem Podcaster ihr Hosting-Konto bei podcaster.de mit der Auphonic verbinden, schaffen sie eine mächtige Schnittstelle. Diese Verknüpfung sorgt dafür, dass die fertig bearbeiteten Episoden nach der Optimierung ohne manuelles Herunter- und Hochladen direkt im Hosting-Account landen.
Um den Service zu nutzen sollten podcaster-Kunden einen Account bei Auphonic anlegen. Bis zu zwei Stunden pro Monat ist der kostenfrei, darüber hinaus können Nutzer sich für ein Abomodell oder gekaufte Credits entscheiden.
Vorbereitung: Schritt für Schritt den Podcast Workflow optimieren
Um das System einzurichten, legt man im ersten Schritt ein sogenanntes „Preset“ (eine Vorlage) in Auphonic an. Dieses Preset legt die Bearbeitungsschritte fest, die in Zukunft auf alle hochgeladenen Audiodateien angewendet werden.
Zuerst erhält das Preset einen Namen, daraufhin folgen die Einstellungen.
Auphonic bietet einen üppigen Funktionsumfang in hoher Qualität. Beispielsweise können Podcaster ihr Intro und Outro automatisiert und mit Übergang vor und hinter ihre Aufnahme setzen.
Auch Metadaten lassen sich bereits festlegen. Hier können Podcaster Platzhalter einfügen oder das Feld optional auch frei lassen.
Ein Highlight ist die intelligente Audio-Optimierung für Podcasts. Wer sich nicht mit Frequenzen und Kompressoren beschäftigen möchte, überlässt dem Algorithmus das Audio-Mastering für Podcaster. Das Tool sorgt für einen ausgewogenen Klang zwischen verschiedenen Sprechern und übernimmt das wichtige Audio-Lautheit anpassen LUFS, damit die Episode auf allen Plattformen lautstärkemäßig perfekt reinpasst. -16 LUFS ist der Standard für Podcasts.
Das Processing ist das eigentliche Herzstück von Auphonic. Hier werden die Einstellungen getroffen, die während der Bearbeitung auf die Audiodatei angewendet werden sollen – optional auch der automatisierte Schnitt. Zudem gibt es noch Funktionen für Spracherkennung und Transkription.
Podcaster sollten sich Gedanken darüber machen, wie ihre Aufnahmen klingen und eventuell einige Testläufe durchführen. Das gilt sowie für die Platzierung von Intro und Outro, aber auch für das Processing. Es ist nicht notwendig und manchmal sogar kontraproduktiv, alle Filter bis zum Anschlag aufzudrehen, da sie die Audioqualität auch beeinträchtigen können. Wir raten zu Maß und Mitte, auch wenn Auphonics Audio-Algorithmen in der Regel ziemlich beeindruckende Ergebnisse liefern.
Im Preset lässt sich auch das Ausgabeformat auswählen. Sofern keine weiteren Bearbeitungsschritte an der Podcast-Episode folgen sollen, empfehlen hier eine mp3-Datei mit 128 kbps auszugeben. Das Format bietet einen guten Kompromiss aus geringer Dateigröße und guter Qualität für Sprachaufnahmen. Falls weitere Bearbeitungen folgen sollen, empfehlen wir einen wav-Export.
Auphonic bietet eine Spracherkennung mit Whisper von OpenAI. Das ist besonders nützlich, um aus dem Transkript Shownots, Titel, etc. exportieren zu lassen. Dieser Schritt lässt sich unkompliziert per KI erledigen, muss zum aktuellen Zeitpunkt jedoch leider noch manuell durchgeführt werden.
Freigabe für auf Auphonic auf podcaster.de einrichten
In den Freigabeeinstellungen von podcaster.de lässt sich der Auphonic-Account mit wenigen Klicks via API-Schnittstelle autorisieren.
Sobald die Verbindung steht, kann man eine rohe Audiodatei direkt zu Auphonic schicken. Nach der automatischen Bearbeitung wird das Ergebnis nahtlos an podcaster.de übermittelt – der gesamte Prozess läuft im Hintergrund ab und hilft Podcastern, massiv Podcast Zeit zu sparen.
Podcast automatisieren: Es kann losgehen!
Die Anleitung ist nun vollständig und Podcaster können starten. Im Episode anlegen-Fenster befindet sich nun der Button Auphonic-Produktion starten. Daraufhin öffnet sich dieses Fenster.
Sobald ihr alle Daten eingetragen und eure Audiodatei hochgeladen habt, lässt Auphonic euer Preset durchlaufen und automatisiert somit große Teile eures Veröffentlichungsprozesses. Sobald Auphonic die Datei glattgezogen, transkribiert und mit Metadaten bestückt an podcaster.de übergeben hat, kann die Episode entweder direkt live gehen oder für einen Wunschtermin geplant werden. Wer diesen Workflow einmal eingerichtet hat, reduziert seine Postproduktion von mehreren Stunden auf wenige Minuten. Es ist der smarteste Weg, um die eigene Podcast Bearbeitung zu automatisieren.